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Tennis Taktik Sandplatz. Mehr Erfolg auf Ascheplätzen. Tipps: Erfolgreich Tennis spielen auf Sand.

6 Tipps für besseres Sandplatz-Tennis


 

Tennis Sandplatz AufbauTaktik, Beinarbeit, Vorbereitung: 6 Tipps für eine erfolgreiche Tennis-Sommersaison. Foto: Karsten Schmidt-Garve

 

Die Sandplatz-Saison ist hierzulande für fast alle Tennisspieler jeglicher Leistungsklassen die wichtigste Zeit des Tennis-Jahres. Umso entschdender, dass man in den Monaten zwischen April/Mai und Ende September optimal vorbereitet und perfekt eingestellt für die entscheidenden Matches auf Asche- und Sandplätzen ist.


Aber was macht einen guten Sandplatzspieler eigentlich aus? Auf diese Frage gibt es nicht eine einzig wahre, sondern viele entscheidende Antworten! Denn gerade auf Sandplätzen sind die Anforderungen an Dein Spiel so hoch und vielfältig, wie keinem anderen Belag. Deutschlands Tennis-Blog your-tennis.de will Dir dabei helfen, das Optimum aus Deinem Sandplatz-Tennis herauszuholen:


Sandplatz-Tennis Tipp No.1: Aggressivität und wenig Fehler

 

 

Tennis Taktik Einzel SandplatzNicht nur die äußeren Einflüsse wie Sonne oder Wind beeinflussen Dein Spiel auf Sandplätzen - besonders der Belag stellt besondere Ansprüche an Dein Tennisspiel, Taktik und an Deine Beinarbeit. Foto: Karsten Schmidt-Garve


Aggressiv spielen und trotzdem möglichst wenig Fehler machen? Was zunächst paradox klingen mag, ist auch für absolute Sandplatz-Spezialisten wie z.B. Rafael Nadal eines der entscheidenden Erfolgsfaktoren.


  • Dann Aggressivität bedeutet beim Tennisspiel auf Sand nicht, dass jeder Ball mit maximaler Geschwindigkeit gespielt werden soll. Oder dass jede zweite Vorhand automatisch ein Winner sein soll. Aggressiv muss aber auf jeden Fall sein, wie Du Dich auf den Ball zubewegst. Auf Teppichboden, Hard Court oder besonders auf Rasen kommt der Ball wesentlich schneller auf Dich zu als auf Sandplätzen.

 

Das wissen eigentlich alle Tennisspieler, sämtliche Mannschafts- und Turnierspieler sowieso – das Problem ist aber, dass dieser entscheidende Unterschied von den allermeisten Tennisspielern nicht in letzter Konsequenz umgesetzt wird!


  • Aggressives Entgegengehen in den Ball bedeutet natürlich nicht nur eine gute Beinarbeit parallel zur Grundlinie, sondern vor allem auch eine optimale Bewegung in das Feld hinein, also aktiv den Bällen entgegen!

 

 


Maximale Aggressivität, minimale Fehlerquote – Beispiel Rafael Nadal

 


Bei einer Analyse von Rafael Nadals Beinarbeit auf Sand fällt vor allem auf, wie viel Aufwand der Spanier für jeden einzelnen Schlag betreibt: Extrem viele kleine Schritte, Timing und Tempo in den Füßen. Ein frühes und sehr aggressives Entgegengehen zum Ball. Und dies alles nicht nur, wenn Nadal sich in der Offensive befindet.

Auch wenn er bei einem Ballwechsel weit hinter die Grundlinie getrieben wurde, ist sein Aufwand für jeden einzelnen Schlag enorm hoch. Denn die eigene Position spielt auf Sandplätzen nicht die entscheidende Rolle, entscheidend ist auf Asche die aggressive und konsequente Arbeit zum Ball hin.

Übrigens eine wichtige Basis, um auch die perfekte Taktik für Dein Sandplatz-Tennis erfolgreich im Match anzuwenden.


Sandplatz-Tennis Tipp No.2: Die Grundlagen für eine gute Beinarbeit auf Sandplätzen

 

 

Es ist keine Überraschung: Damit Du dieses beim Sandplatz-Tennis so entscheidende aggressive Entgegengehen in den Ball umsetzen kannst, brauchst Du eine gute Beinarbeit. Und die Basis für eine gute Beinarbeit ist und bleibt nun einmal eine gute Fitness.


  • Um eine gute „Tennis-Fitness“ zu erhalten, gibt es viele effektive Wege: In anderen Beiträgen auf Deutschlands Tennis-Blog kannst Du nachlesen, wie Du z.B. mit HIT-Training oder mit einem speziellen Lauftraining für Tennisspieler in relativ kurzer Zeit schnell Deine Beinarbeit (und auch Deine Fitness allgemein!) verbessern kannst. Aber natürlich gilt auch hier: Nur konstantes, intelligentes und auch regelmäßiges bringt Dir langfristig mehr Erfolg auf dem Tennisplatz.

 

Eine elementar wichtige Basis für Deine Beinarbeit auf Sandplätzen ist natürlich auch die Wahl der richtigen Tennisschuhe: Wir haben deshalb auf your-tennis.de auch die besten Tennisschuhe 2019 für Damen, Herren und Jugendliche getestet.


 

Sandplatz-Tennis Tipp No.3: Slice und cross – zwei sehr gute Kumpels erfolgreicher Sandplatz-Tennisspieler


Eine große und relativ aktuelle Analyse von Sandplatz-Matches auf der ATP- und WTA-Tour hat ergeben, dass die allermeisten Punkte auf Asche durch (erzwungene) Fehler des Gegners gewonnen werden. Auch und besonders für Amateur-Tennisspieler ist und bleibt die am meisten Erfolg versprechende Match-Taktik auf Sandplätzen, eigene Fehler zu vermeiden und viele Fehler des Gegners effektiv zu erzwingen.

Vor allem (aber nicht nur) für Spieler, deren schwächere Seite auf der Rückhand liegt, finden im Rückhand-Slice eine effektive taktische Waffe. Regelmäßig trainiert, lässt sich mit einem stabilen Rückhand-Slice relativ schnell und zuverlässig die eigene Quote an sicheren Grundschlägen steigern.

Außerdem bietet Dir der Slice (cross oder longline, aggressiv oder defensiv …) eine Vielzahl an taktischen Möglichkeiten, Dein Spiel auf Sandplätzen vielseitiger und somit überraschender zu gestalten. Und: Mit einem gut gespielten Slice wird es für Deinen Gegner schwieriger und mühsamer, dem Ball entgegenzugehen!


Dein größter Feind auf dem Sandplatz: Ein Grundschlag ins Netz

 

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Tennis-Profis bei eigenen Fehlern den Ball häufig ins Aus, aber sehr, sehr, selten ins Netz gespielt haben? Und tatsächlich: Im Club- und Amateur-Tennis werden hochsignifikant mehr Punkte durch Netz-Fehler als im Profi-Tennis entschieden.

  • Schon Andre Agassi hat in seiner beeindruckenden und erbarmungslos selbstkritischen Biographie Andre Agassi: Open beschrieben, wie ihn sein Vater und damaliger Trainer in der Jugendzeit bei Netzfehlern beschimpft und bestraft hat. Und auch nahezu alle Profis von Björn Borg bis Rafael Nadal weisen eine extrem niedrige Netzfehler-Quote auf.
  • Der wohl wichtigste taktische Grund: Gerade auf Sandplätzen spielen Profis so oft wie möglich ihre Grundschläge cross-court, also diagonal. Hierbei hat der Ball eine längere Flugbahn zu bewältigen und fliegt vor allem über die Mitte des Netzes, wo es tiefer als außen ist – und somit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Ball ÜBER statt ins Netz fliegt.

Wer sich heute ein Match der besten Spieler der Welt anschaut, wird rasch feststellen, dass sich auch Novak Djokovic oder Simona Halep häufiger für den diagonalen Ball entscheiden. Besonders aus der Defensive wird der Ball so gut wie nie longline zurückgespielt.


Richtig rutschen – der Sandplatz-Tennis Tipp No.4

 

Richtiges Rutschen spart Kraft. Aber: Gerade auf nassen Sandplätzen solltest Du vorsichtig sein, denn jetzt droht Verletzungsgefahr. Umso wichtiger sind die richtigen Tennisschuhe für Sandplätze. Auch wenn es heute in den Sport-Fachgeschäften sehr viele All Court-Tennisschuhe zu kaufen gibt, sind die klassischen Sandplatzschuhe mit dem Fischgrätprofil auch beim Thema Rutschen die optimale Wahl.

Oft vergessen, aber auch das Rutschen auf Sandplätzen kann und sollte trainiert werden. Einige Trainingsübungen:



Auch beim Erlaufen der auf Sand häufiger gespielten Stopps ist das richtige Rutschen entscheidend. Gerade zu Beginn der Sommersaison, wenn das Timing noch nicht optimal ist, solltest Du regelmäßig entsprechende Übung in Dein Training integrieren.



Entscheidend beim Rutschen auf Sandplätzen ist ein tiefer Körperschwerpunkt. Denn dieser sorgt u.a. für die nötige Balance. Beinarbeit, Rutschen, Verlagerung des Körperschwerpunktes – alles das lässt sich mit kreativen Übungen im Tennistraining verbessern:




Sandplatz-Tennis Tipp No.5: Ballwechsel erfolgreich am Netz beenden!


Leider zu oft vernachlässigt auf Asche wird der Volley. Klar Flugbälle kommt auf Sandplätzen vielleicht nicht die elementare Bedeutung wie auf Rasen oder Teppichboden zu – Volleys sind aber ein wichtiger Bestandteil für erfolgreiches Sandplatz-Tennis!

 

Trainieren solltest Du neben Volleys auf Dein Winkelspiel. Wer dies erfolgreich im Match umsetzen kann, rückt dabei nach vorne auf, wenn man seinen Gegner in die Defensive gedrängt hat. Oft werden die Bälle vom Gegner dann noch zurückgeschoben und das Feld ist komplett offen. Jetzt lässt sich der Ballwechsel problemlos mit einem halbwegs guten Volley abschließen!

Umso wichtiger, gerade – auch wegen der Einwirkung äußerer Einflüsse in der Outdoor-Saison – das (Basic-)Volleytraining zu intensivieren:



Mit einem gut vorbereiteten Angriff (Winkelspiel!) setzt Du Deinen Gegner doppelt unter Druck:

  • Aus der Defensive heraus ist er gezwungen, Dich zu passieren. Wenn Du den Punkt gut vorbereitet und Dir dann noch eine gute Position in der Offensive geschaffen hast, ist ein gewinnbringender Passierschlag für Deinen Gegner nur schwer zu erzielen.
  • Siehe auch Rafael Nadal: Dieser sucht immer öfter auf Sand den Weg ans Netz. So lässt sich der Ballwechsel kürzer halten und dem Gegner die Chance mehr, in den Ballwechsel zurückzukommen.

 

Sandplatz-Tennis Tipp No.6: Fitness & Ausdauer und tennisspezifisches Krafttraining!

 

Nicht nur in der wichtigen Zeit der Vorbereitung auf die Sommersaison haben erfolgreiche Sandplatz-Tennisspieler aller Leistungsklassen Fitness, Athletik und Ausdauer im Visier!

Denn auf Sand sind natürlich die Ballwechsel länger und dadurch intensiver als auf schnelleren Belägen. Hohe TopSpin-Schläge und Stoppbälle sind auf Asche besonders wirkungsvoll und verlängern die Laufwege. Wichtig ist also: An Deiner Schnelligkeit, Beweglichkeit und an der tennisspezifischen Ausdauer solltest Du nicht nur vor, sondern auch während der Sommersaison konsequent arbeiten.

Aber auch ein tennisspezifisches Krafttraining ist ein wichtiger Garant für mehr Erfolg auf dem Sandplatz. Mit gezielten Trainingseinheiten lassen sich u.a. wichtige Faktoren wie Körperspannung oder Stabilität entscheidend verbessern.

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