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Deutsche Meisterschaften Tennis 2017: Masur und Korpatsch grüßen als Deutsche Meister

Vielleicht die beste Nachricht für den Deutschen Tennis Bund vom Finaltag der Deutschen Meisterschaften in Biberach: 5.000 Zuschauer wollten die Endspiele sehen. Das ist ein Rekord. Denn ansonsten fristen die nationalen Meisterschaften im Tennis traditionsgemäß eher ein Schattendasein. Nicht verwunderlich: Denn große Namen wie Zverev, Görges, Kerber und Co. fehlen bei dieser Veranstaltung natürlich. 

Große Bühne für die zweite Reihe der Tennis-Profis

Und so sind die Deutschen Meisterschaften zumeist eine gute Bühne für die Profis aus der zweiten Reihe. Und natürlich für den Profi-Nachwuchs in Tennis-Deutschland – und genau das macht die Deutschen Meisterschaften dann doch so interessant. Beste Beispiele: Die beiden unterlegenen Finalisten Marvin Möller und Katharina Hobgarski.

 

Marvin Möller: Über Biberach irgendwann  nach Wimbledon? 

„Mein Traum? Wimbledon zu gewinnen“, das verrät der 18-jährige Marvin Möller auf seiner Homepage. Und tatsächlich: Der 1999 in Hamburg geborene Möller gehört zu den hoffnungsvollen Talenten in Deutschland. 2017 holte Möller die ersten Titel im Einzel und Doppel auf der ITF-Tour. Der Weg zur absoluten Weltspitze scheint aber noch lang – und steinig. Das zeigte sich bereits 2016. Damals erhielt Möller von Turnierdirektor Michael Stich eine Wildcard für die German Tennis Championships 2016. Das allererste Profimatch verlor er allerdings deutlich (6:1, 6:2) gegen Grega Žemlja. Zum Zeitpunkt der Deutschen Meisterschaften wird der Rechtshänder Möller in der Weltrangliste auf Position 623 geführt. Zum Wimbledon-Titel und auch zum direkten Startplatz im Hauptfeld solch eines Turniers ist es also noch ein langer Weg. Aber abwarten: Die Karriere von Marvin Möller scheint sorgsam geplant zu sein. Mal abwarten, was wir von dem Hamburger noch 2018 hören und lesen können …   

 

Insgesamt ein hohes Niveau bei den Damen

Zwei Jahre älter ist Katharina Hobgarski. Die für den BASF TC Ludwigshafen startende Rechtshänderin gehört dem zukunfsträchtigen Porsche Talent Team des DTB an. Geführt wird Hobgarski bei der WTA derzeit auf Weltranglistenplatz 281. Nach hartem ersten Satz wurde sie bezwungen von Tamara Korpatsch (WTA 167).

 

Nach dem 5:7, 6:0, 6:1 Sieg sagte Korpatsch, die erstmal den nationalen Titel gewann gegenüber dem DTB: „Deutsche Meisterin zu sein fühlt sich natürlich toll an. Ich bin nervös in das Match gestartet, auch wegen der vielen Zuschauer. Im zweiten Satz habe ich mein Spiel umgestellt, beim Tempo mehr variiert, dadurch konnte ich die Partie drehen. Ich freue mich total, zuvor stand ich hier in Biberach noch nicht einmal im Halbfinale.“

 

Auch für Daniel Masur war es der erste Titel bei den Deutschen Meisterschaften. Der 23-Jähige stand bereits im Davis Cup-Team, wenn auch damals nur als Trainingspartner beim Abstiegsspiel gegen Polen. Der für den TC Versmold startende Masur rangiert derzeit um Platz 360 auf der Weltrangliste, stand im Juni 2017 aber bereits auf Platz 203. Der Sohn eines Tennistrainers und einer Tennistrainerin machte 2013 zunächst sein Abitur in Kamen, startete dann mit dem Tennis durch. Heute trainiert Masur an der BTV TEnnisBase, dem Leistungszentrum des DTB in München.  

Sieger im Mixed wurden übrigens Lena Rüffer und Yannick Maden (beide TEC Waldau Stuttgart) den Titel im Mixed gewonnen. Sie bezwangen im Endspiel Hobgarski und Rudolf Molleker (Rot-Weiß Berlin) mit 1:6, 6:3, 11-9. 2018  finden die Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren dann zum zehnten Mal in der oberschwäbischen Kleinstadt Biberach statt – voraussichtlich werden die Wettkämpfe dann vom 9. bis 16. Dezember ausgetragen.

 

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