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Tennis-Blog. Für Dein Tennisspiel. 

 

 

Tennis-Taktik für mehr Erfolg im Einzel. Die richtige Strategie für Dein Tennis-Match.

 

 

Winner schlagen oder Fehler vermeiden – wie Du statistisch gesehen die Chancen auf den Sieg signifikant erhöhen kannst!

 

 

Tennis ist ein Rückschlagspiel, bei dem alle Punkte lediglich durch drei verschiedene Optionen entschieden werden: 

-       Winner

-       Erzwungene Fehler

-       Nicht erzwungene Fehler, sog. Unforced Errors.

 

Was glaubst Du: Auf welche Art werden die meisten Punkte entschieden? Viele werden das antworten, was man auch meistens in vielen Trainingseinheiten auf den Tennisplätzen der ganzen Welt beobachten kann: Immer wieder konzentrieren sich Trainer und Spieler im Training primär auf das Schlagen von Winnern. Das ist auch nachvollziehbar, denn schließlich machen diese besonders Spaß und sind in jedem Tennis-Match besonders spektakulär. An zweiter Stelle steht auf vielen Tennis-Trainingsplätzen dann das Vermeiden von unforced errors auf dem Programm. Das Ziel ist es, möglichst lange den Ball im Spiel zu halten. 

 

 

Wie Federer, Nadal und die anderen Tennis-Profis die Mehrzahl der Punkte gewinnen 

 

Um zu erfahren, wie die meisten Punkte im Tennis entschieden werden, hat der amerikanische Coach Craig O’Shannessy alle Grand Slam-Matches des Jahres 2015 haarklein analysiert. Und jeden einzelnen Punkt sämtlicher Einzel-Matches einer der drei möglichen Optionen für die Entscheidung des Punktes im Tennis zugeordnet. Sein verblüffendes Ergebnis:

 

 Männer

·       41% Punkte durch erzwungene Fehler

·       32% Winners

·       27% Unforced Errors

Frauen

·       37% Punkte durch erzwungene Fehler

·       34% Unforced Errors

·       29% Winners

 

 

Nicht der Winner, sondern der erzwungene Fehler (forced error) führt am wahrscheinlichsten zum Sieg!!! 

Das überrascht sehr: Denn in den Tennis-Zusammenfassungen auf Eurosport, Sky oder im Internet der Profi-Matches werden halt nur die besten Ballwechsel der Profis gezeigt. Schnell hat man den Eindruck, dass Görges, Zverev, Federer, Murray und die anderen Tennis-Profis nur Winner schlagen, um ihre Matches zu entscheiden. Aber das passiert statistisch also nur in 32, bzw. 29 Prozent der Ballwechsel … Der entscheidende Faktor für den Sieg in einem Tennis-Match ist demnach der forced error, der durch Deine Schläge erzwungene Fehler des Gegners!  

 

Was Du aus der Analyse von Craig O’Shannessy für Dein Tennis-Spiel lernen solltest

 

 

Diese Analyse gibt entscheidende Hinweise für die beste Tennis-Strategie im Amateurbereich: Denn je tiefer die Spielklasse, desto geringer wird der Anteil der direkten Winner. Schließlich verfügt nicht jeder über einen zuverlässigen Kanonen-Aufschlag wie Ivo Karlovic (251 km/h im Davis Cup 2011), Taylor Dent, Venus Williams oder Sabine Lisicki, die den Aufschlags-Rekord bei den Damen hält (211 km/h 2014 beim Turnier in Stanford).

 

Das bedeutet: Je tiefer wir in den Spielklassen schauen, desto höher – und somit auch entscheidender für den Anteil am Sieg in jedem einzelnen Tennis-Match – wird der Anteil der unforced errors, aber auch der Anteil der erzwungenen Fehler! 

 

Die entscheidenden Faktoren für jeden einzelnen Sieg beim Tennis

 

Also: Die unforced errors und die erzwungenen Fehler entscheiden vor allem das Tennisspiel. Erstere gilt es zu vermeiden, letztere gilt es beim Gegner zu erzwingen. Natürlich spielen in jedem einzelnen Tennis-Match noch Faktoren wie Bodenbelag (statistisch mehr Winner auf schnellen Böden), persönliche Stärken, Spielweise des Gegners etc. eine wichtige Rolle.  

 

Tennis-Taktik EinzelDen Gegner zu Fehlern zwingen: Der einfachste Weg zum Sieg im Tennis-Match

 

 

Die perfekte (Basis-)Taktik für jedes Tennisspiel

 

Dank der Analyse des amerikanischen Tennistrainers liegt es auf der Hand, wie Du Deine Siegchancen bei jedem Tennisspiel maximieren kannst: Natürlich machen Winner-Schläge am meisten Spaß. Versuchen sollte man sie allerdings nur dann, wenn man den Ballwechsel wirklich im Griff hat und sich Dir entsprechende Chancen bieten. Sie sind nicht der entscheidende Faktor für den Sieg auf dem Tennisplatz, sondern eher das attraktive i-Tüpfelchen in Deinem Tennis-Spiel.

 

 

Die eigene Quote an unforced errors gilt es dagegen zu minimieren. Komplett abstellen kann sie natürlich kein Tennisspieler auf der Welt – das ist auch nicht schlimm, denn schließlich musst Du statistisch gesehen meist nur etwas mehr als 50 Prozent aller in einem Tennis-Match ausgespielten Punkte gewinnen. Daher sollte gelten: Auch bei unnötigen Fehlern nicht übermäßig ärgern, lieber auf den nächsten Punkt konzentrieren.

 

 

Und die Konzentration sollte den erzwungenen Fehlern des Gegners gelten. Denn sie sind der entscheidende Faktor für den Sieg in jedem Tennis-Match. Aber wie kann ich meinen Gegner am besten zu einer Vielzahl von erzwungenen Fehlern bringen?

 

 

 

 

Mit welcher Tennis-Taktik kann ich Fehler meines Gegners forcieren?

Zunächst hast Du die Chance, bereits beim Einspielen auszuprobieren, auf welche Deiner Schläge der Gegner auf häufigsten mit Fehlern antwortet. Mag er keinen Slice? Hat er bei langen Top Spin-Schlägen die größten Probleme?

 

Zudem gibt es einige Grund-Regeln im Tennis, die die Chancen auf einen Fehler des Gegners erhöhen: Spiele konstant und mit bevorzugt mit einer bestimmten Schlag-Richtung: circa 80 Prozent crosscourt, das minimiert auch Deine eigene Fehlerquote!

 

Spiele grundsätzlich variabel, aber vermehrt tief in das gegnerische Feld und bevorzugt hohe Bälle mit Spin. Deine eigene Position sollte möglichst nah an der Grundlinie sein, so dass Du Deinen Gegner permanent unter Druck setzen kannst. Und vor allem: Verinnerliche die „erzwungene Fehler-Theorie“ so gut wie möglich und wende sie als Basis-Taktik für alle Deine Tennis-Matches an – Du wirst erstaunt sein, wie viele schwierige Tennis-Spiele Du gewinnen wirst ….

 

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