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In drei Schritten zu mehr Erfolg im dritten Satz. So gewinnst Du mehr Match-Tiebreaks


Wie kann ich mehr Match-Tiebreaks gewinnen? Mit welcher Strategie und Taktik spiele ich am besten diesen Champions-Tiebreak? Es gibt ein paar einfache und sehr effektive Tipps, wie Du Deine Chancen im Match-Tiebreak signifikant erhöhen kannst – Deutschlands Tennis-Blog your-tennis.de macht Dich geistig, mental und spielerisch fit für den nächsten Match-Tiebreak!


Tennis Match TiebreakAuch wenn der Match-Tiebreak in Roger Federers Profi-Karierre keine Rolle spielt - von der mentalen Stärke des Maestros kannst Du einiges lernen. Bei your-tennis.de erfährst Du, wie Du mehr Match-Tiebreaks gewinnen kannst


Tennis Match-Tiebreak: So steigerst Du Deine Chancen und gewinnst den entscheidenden Satz

 


Auch wenn er bereits in der Saison 2014 von den letzten DTB-Landesverbänden einführt wurde: Der Match-Tiebreak anstelle des dritten Satzes hat noch immer nicht viele Freunde unter den Tennisspielern gewonnen. Um erfolgreicher Match-Tiebreaks zu spielen, solltest Du Dir etwas Zeit nehmen und die Besonderheiten des Themas „Champions-Tiebreak“ von Anfang an verstehen - und lieben lernen …


Drei aufeinander aufbauende Schritte für mehr Erfolg im Match-Tiebreak


Die ersten beiden Schritte für mehr Erfolg bei Match-Tiebreaks befassen sich vor allem mit grundlegenden Eigenschaften eines Tennisspiels, die Dir zwar bekannt sein werden – deren Bedeutung aber auch und besonders für den Match-Tiebreak entscheidend sind. Wenn Du diese beiden Schritte wirklich verinnerlicht hast, wird Dir Schritt 3 dann abschließend für viel mehr gewonnene Match-Tiebreaks verhelfen: Denn mit dem Wissen der ersten beiden Schritte und in Abhängigkeit zu dem jeweiligen Ausgang der ersten beiden Sätze erfährst Du hier, wie Du Deinen Kopf bzw. Deine mentale Verfassung und auch Deine Taktik und Strategie für einen erfolgreichen Match-Tiebreak justieren kannst.


 

Schritt 1 für mehr Erfolg im Match-Tiebreak: Der besonderen Arithmetik dieses entscheiden Tiebreaks bewusst werden.


Es mag zunächst banal klingen, aber es ist quasi des Pudels – oder des Match-Tiebreaks – Kern: Im Champions-Tiebreak ist jeder Punkt entscheidend. Wenn es im Match-Tiebreak 1:6 gegen Dich steht, wäre dies „früher“ evtl. nur ein 0:1 und 15:30-Rüchstand gewesen. Selbst bei einem 1:8 stünde es in Zeiten des „normalen dritten Satzes“ lediglich 0:2 gegen Dich.

 

Schritt 2 für erfolgreiche Match-Tiebreaks: Nutze die Arithmetik mit den richtigen Schlägen


Wer sich mit diesem Hintergrund unter erfolgreichen Mannschafts-, Meden- und Turnierspielern umhört, der wird als Erfolgsrezept für den Match-Tiebreak oft eine einfache und scheinbar sinnvolle Antwort hören: „Man sollte immer Punkt für Punkt spielen, also höchstes Augenmerk auf den nächsten Punkt.“ Effektiv ist es dabei, diese spieltaktischen Kriterien zu berücksichtigen:

  • Quote bei Aufschlag und Return maximieren: Die Hälfte aller Punkte im Match-Tiebreak beginnen mit Deinem Aufschlag, die anderen 50 Prozent mit Deinem Return. Jetzt gilt es also Fehler zu vermeiden, und dennoch mit Aufschlag und Return Druck auf den Gegner aufzubauen. Denn:
  • Ca. 70 Prozent aller Punkte im Tennis werden – unabhängig von der jeweiligen Alters- oder Leistungsklasse - durch Fehler entschieden. Daher gilt für einen erfolgreichen Match-Tiebreak: Eigene Fehler vermeiden, den Gegner zu Fehlern zwingen. Wie sich das effektiv spielen lässt, erfährst Du auch in unserem Artikel die erfolgreiche Match-Taktik von Profis wie Rafael Nadal
  • Eigene Stärken nutzen, von den Schwächen und Fehlern des Gegners leben: Dein Gegenüber kommt mit Deinen langen Vorhand Top-Spin-Schlägen kaum klar? Dann ist der Match-Tiebreak der beste Zeitpunkt, um die Spiel-Taktik möglichst oft und effektiv anzuwenden, die Dir in den ersten beiden Sätzen die meisten Punkte brachte!


Schritt 3 für mehr Erfolg im Match-Tiebreak: Verstehen und beeinflussen, was beim Match-Tiebreak in Deinem Kopf passiert


Wesentlich effektiver und erfolgsversprechender ist es jedoch, sich bewusst zu machen, was bei Dir im Kopf passiert. In der Zeitschrift „tennis Magazin“ erklärt Mentalcoach Thomas Baschab, der mit Tennisprofis wie Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer oder Alexander Waske gearbeitet hat: „Es macht einen großen Unterschied aus, ob man den ersten oder den zweiten Satz bei einer Partie, die im Match-Tiebreak entschieden wird, gewonnen hat.“

 

Warum der Match-Tiebreak auch die Strategie für die ersten beiden Sätze extrem beeinflusst


„In der Theorie ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass derjenige den Match-Tiebreak gewinnt, der den ersten Satz gewonnen hat“, so der ehemalige Mentalcoach von Anke Huber oder Ex-Ski Alpin-Rennläufer Felix Neureuther weiter.

Der Grund dafür ist der sog. „Marathon-Effekt“, so Bachab weiter: Langstreckenläufer, die ihr Ziel erreichen, sind danach erstmal komplett erschöpft, das Energiesystem fährt zurück. Hätte man den Läufern aber ohne deren Wissen ein Ziel vorgeben, für das sie noch zwei Kilometer weiter hätten rennen müssen, hätten sie das locker geschafft. Das bedeutet: Wer es ins gesetzte Ziel schafft, will danach erstmal ausatmen, durchpusten.

 

Was bedeutet das für Dich als Tennisspieler für den Match-Tiebreak?


Der erste Aspekt von Schritt 3 für mehr Erfolg im Match-Tiebreak beginnt schon vor dem Einschlagen für das eigentliche Match: Du solltest immer - und vor allem auch absolut bewusst - mental darauf vorbereitet sein, dass das nächste Match erst im Match-Tiebreak entschieden wird. Gerade gegen vermeintlich schwächere oder vermeintlich „unschlagbar starke“ Gegner ist das vielen Tennisspielern aber nicht bewusst; die Folge: Wenn es dann (überraschender Weise) doch zum Match-Tiebreak kommt, ist das mentale System erstmal überfordert, Du kannst nur schwer Dein bestes Tennis spielen!

 

Warum spiele ich im Match-Tiebreak schlechter als im normalen Satz?


Dieses Phänomen werden auch viele Tennisspieler kennen: Du weißt, dass es im Match-Tiebreak auf jeden Punkt ankommt! Dein Kopf sagt Dir: Wenn ich diesen Punkt verliere, dann kann das schlimme Folgen für das gesamte Match haben …

  • Genau hier liegt der entscheidende Fehler! Mach Deinen Kopf frei, versuche nicht für das Ergebnis zu spielen, sondern versuche gutes – und noch besser: erfolgreiches – Tennis zu spielen! Befreie Dich von den gewohnten Werturteilen: Wenn Du den Ball ins Aus geschlagen hast, dann ist der Punkt halt verloren. Jetzt gilt: Auch den nächsten Punkt mit dem gewinnbringenden Mut spielen …

Damit Du (und Dein Kopf) perfekt vorbereitet den nächsten Match-Tiebreak spielen kannst, solltest Du Dir den Mentalplan für einen erfolgreichen Champions-Tiebreak ganz tief verinnerlichen:


Der perfekte Mentalplan für einen erfolgreichen Match-Tiebreak - Schritt 3 für mehr Erfolg im Champions-Tiebreak


Im Zusammenhang mit dem beschriebenen Marathon-Effekt und den anderen beiden Schritten für mehr Erfolg im Match-Tiebreak hat der Mentalcoach Thomas Baschab individuelle Mentalstrategien entwickelt, die an vier unterschiedlichen Ausgangssituationen orientieren:


Du hast den ersten Satz gewonnen, den zweiter Satz umkämpft verloren

  • Wie wohl jeder Tennisspieler es zu genüge kennt, kommt nach einem 5:7 oder 6:7 im zweiten Satz erst einmal Frust auf. Das ist ganz normal, schadet aber Deinem Tennisspiel im entscheidenden Match-Tiebreak extrem!
  • Das hilft Dir, die Frustration nach dem umkämpften, aber verlorenen zweiten Satz zu unterdrücken: Baue auf positive Visualisierung und einen positiven Monolog mit Dir selbst! Denk an Deine guten Bälle, die Du in den letzten beiden Säten gespielt hast. Führe Dir nochmals vor Augen, wie Du in diesem Match brenzlige Situationen gut gelöst hast! Sprich Dir Mut zu, lass die Spannung nicht abfallen – im Gegenteil: lege noch eine Schippe drauf! Bei Deinem Gegner kann jetzt ein gewisser „Erleichterungs-Effekt“ einsetzten, der ihn nachlässiger machen kann. Also: Nutze das aus und starte aggressiv und positiv „gebrieft“ in den entscheidenden Match-Tiebreak!

 

Du hast den ersten Satz verloren, en zweiten Satz aber knapp gewonnen

  • Genau die entgegengesetzte Situation: Jetzt gibt es euphorische Gedanken wie „Yes, ich habe den Satz echt noch gewonnen, wow“ nicht aufkommen zu lassen. Wie auch immer geartete Erleichterung oder gar innerer Jubel musst Du unterdrücken! Denn sonst geht Deine Körperspannung signifikant nach unten!   
  • Aber Deine Spannung darf jetzt nicht abfallen, sonst drohst Du den Start in den Match-Tiebreak quasi „zu verschlafen“. Die Situation ist vergleichbar mit dem ersten Aufschlagspiel nach einem Break gegen einen starken Aufschläger. Auf keinen Fall darfst Du den Gedanken aufkommen lassen, dass Du das Match jetzt etwas lockerer angehen lassen kannst. Das Gegenteil ist der Fall: Der zweite Satz war hart umkämpft, jetzt musst Du die Spannung halten – und sogar auch hier eine Schippe drauflegen!

 

Nach verlorenem erstem Satze hast Du den zweiten deutlich gewonnen

  • Was Du jetzt unmittelbar vor Beginn des Macht-Tiebreaks machen musst: Erhöhe Dein Spannungsniveau! Denn Dein Gegner wird jetzt alles in den entscheidenden Tiebreak legen, in der Regel wird er sehr aggressiv die ersten Punkte angehen.     
  • In dieser Konstellation ist es häufig so, dass der zweite Satz vorzeitig entschieden wurde, weil sich Dein Gegner mental schon auf den Match-Tiebreak einstellt, die letzten Spiele des zweiten Satzes sogar mehr oder weniger „abgeschenkt“ hat. Diesen mentalen Vorsprung der frühzeigen Match-Tiebreak Vorbereitung gilt es aufzuholen, indem Du Deine Spannung erhöhst!


Deine Situation vor dem Match-Tiebreak: Ersten Satz gewonnen, zweiten Satz klar verloren

 

Keine Frage, im zweiten Satz ging eine Menge schief. Jetzt musst Du also alles geben, um mit Volldampf in den Match-Tiebreak zu starten: Positive mentale Spannung ebenso wie Körperspannung maximal hochfahren! Dabei helfen Dir positive Visualisierungen (was hast Du im ersten Satz richtig gut gemacht? Wann hast Du zuletzt in einer ähnlichen Situation noch überzeugend gewonnen?) und Selbstgespräche helfen Dir jetzt weiter!

 

So einfach machst Du Dich mental fit für den Match-Tiebreak

 

Was eben mit „Spannung hochfahren“ oder als „Selbstgespräch“ beschrieben wurde, funktioniert über Deine Vorstellungskraft und ist leicht umsetzbar! Stelle Dir einfach vor, Du bist eine Gitarrensaite, deren Spannung erhöht wird. Bzw. Du bist Dein eigener Coach, mit dem Du auf der Bank vor dem Match-Tiebreak nochmals für positive Spannung sorgt! Wichtig ist: Übe und nutze diese Techniken immer wieder, damit Du sie weiter verbesserst und verinnerlichst – so wirst Du mit der Zeit wesentlich mehr Match-Tiebreaks gewinnen als bisher!

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