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Quo vadis Tennis? Hallentennis in Corona-Zeiten

 

Was leider zu befürchten war, hat sich zu Beginn der Herbstferien leider fast überall bewahrheitet: Besonders in den Großstädten steigen die Corona-Zahlen, diverse Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen zur Anwendung, sobald die sog. „Sieben-Tage-Inzidenz“ den Wert 50 übersteigt.


 

Was genau ist die Sieben-Tage-Inzidenz und was bedeutet das für Tennisspieler?

 

Eine neuer Ausdruck geht um in Corona-Land: die Sieben-Tage-Inzidenz. Dieser Wert darf nicht über 50 steigen, sonst ist es vorbei mit Shoppen, Biergarten, Omabesuchen, Treffen von vielen Menschen aus verschiedenen Haushalten - das haben die Länder mit der Bundesregierung vereinbart. Die neue Kennziffer soll das Infektionsgeschehen regional vergleichbar machen. Sie sagt aus, wie viele Menschen in der untersuchten Region in sieben Tagen neu erkrankt sind, und zwar nicht in absoluten Zahlen, sondern bezogen auf jeweils 100.000 Einwohner der Region, bzw. einer Stadt.


 

Sieben-Tage-Inzidenz übersteigt den Wert 50: Müssen Tennishallen – wie beim Lockdown im März - wieder geschlossen werden?

 

Wenn man den verantwortlichen Politkern Glauben schenken darf, dann soll auch unter der erneut angespannten Corona-Situation ein zweiter Lockdown ausgeschlossen werden. Viel mehr soll es bei Bedarf zu vereinzelten, regional begrenzten Maßnahmen kommen. Inwieweit davon auch Tennishallen und der Tennissport betroffen sein werden, lässt sich kaum seriös vorhersagen. Es sind die jeweiligen örtlichen Gesundheitsämter, die entsprechende Maßnahmen der Politik vorschlagen werden. Dass dabei der Tennissport zuerst betroffen sein wird, ist allerdings unwahrscheinlich. Zu befürchten ist allerding, dass – ähnlich wie beim Lockdown im März 2020 – pauschal alle Hallen-Sportarten für einen gewissen Zeitraum verboten werden.


 

Tennis und Corona – diese Folgen hat Corona schon jetzt für die Hallentennis-Saison


Auch wenn die Meden- bzw. Mannschaftsspiele in dieser Hallensaison in allen Landesverbänden nach derzeitigem Stand so normal wie möglich stattfinden sollen, Corona hat und wird natürlich auch diese Tennis-Wintersaison beeinflussen:

  • So hat eine (nicht repräsentative) Umfrage von Deutschlands Tennis-Blog your-tennis.de ergeben, dass Tennisschulen, Tennistrainer und auch Tennishallen einen Umsatz- und Buchungsrückgang von bis zu 20 Prozent zu verzeichnen haben.
  • Demnach haben viele Eltern ihre Kinder nicht wie gewohnt zum Winter-Tennistraining angemeldet, um sie vor einer möglichen Corona-Ansteckung in der Halle schützen zu wollen.
  • Auch viele erwachsene Tennisspieler haben demnach ihr letztjähriges Tennishallen-Abo für diesen Winter nicht verlängert, da ihnen die (fehlenden) Erstattungsregeln bei einem etwaigen Lockdown nicht gefallen und sie das finanzielle Ausfallrisiko nicht tragen wollen.

 

Corona bestimmt den Winter-Turnierkalender im Amateur-Tennis


War es im Sommer noch „relativ einfach“, z.B. ein Tennis LK-Turnier unter freiem Himmel gemäß den Hygiene-Vorschriften zu veranstalten, sieht die Situation im Winter schon ganz anders aus: In Tennishallen sind Abstandsregeln und sonstige Corona-Verhaltensmaßnahmen natürlich weitaus schwieriger umzusetzen als auf einer Outdoor-Tennisanlage.

  • So gibt es in der Tennis-Hallensaison 2020/21 erwartungsgemäß einige Absagen von Ranglisten- und LK-Turnieren: Die vor allem im Tennisverband Niederrhein sehr beliebte Turnierserie LK-Jagd verzichtet im Gegensatz zur ursprünglichen Planung in dieser Hallentennis-Saison auf sämtliche LK-Turniere.

 

  • Abgesagt wurden auch die Internationalen Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren, die ursprünglich im Februar 2012 in Essen stattfinden sollten. Grund für die Absage: Der Veranstalter sieht sich nicht in der Lage, ein entsprechendes Hygiene-Konzept umzusetzen.

 

  • Kurios, aber auch erfreulich: Derselbe Veranstalter (das Tennis-Zentrum-Essen mit dem Tennisverband Niederrhein) hält aber nach wie vor an seinen Plänen fest, in der gleichen Halle die 53. Nationale Tennis-Hallenmeisterschaften von Deutschland 2021 für Seniorinnen und Senioren vom 05.03. bis 14.03.2021 durchzuführen.

 



Hallentennis in Corona-Zeiten: Welche Hygiene-Regeln gelten für den Tennissport?

 

Wie in vielen anderen Bereichen auch, gibt es erwartungsgemäß auch nicht „die einzig gültigen Corona-Regeln für das Hallentennis“. Wenn auch schon einige Monate alt, hat der Deutsche Tennis Bund einige Informationen, Kommunikations-Vordrucke, Piktogramme zum Herunterladen usw. zusammengestellt, die vor allem für Tennisvereine und Betreiber von Tennishallen nützlich sind.

Neben den immer beliebter werdenden Online-Buchungssystemen für Tennishallen gelten für die Tennis-Wintersaison allgemein diese Regeln und Empfehlungen bezüglich der Corona-Situation:

 

  • Wer sich krank fühlt oder unter den bekannten Corona-Symptomen leidet, sollte und darf keine Tennishalle betreten.
  • Natürlich auch kein Zutritt für Personen, die am Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert oder an Covid 19 erkrankt sind.
  • Zutritt nur für Spieler und Trainer im Rahmen zuvor gebuchter Stunden. Zuschauer, Gäste und Begleitpersonen dürfen die Hallen oftmals ebenfalls nicht betreten.
  • Durchlüftung der Hallen sicherstellen (Türen und Fenster offenhalten usw. soweit möglich)
  • Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit sicherstellen.
  • Hände desinfizieren und ein Berühren der Türgriffe vermeiden.
  • Einzel, Doppel und Mixed sind erlaubt, die Spieler müssen auf jeder Seite mindestens 1,5m entfernt und auf jeweils einer Bank getrennt voneinander sitzen. Die Bänke sollten so platziert sein, dass z.B. ein „Rücken-an-Rücken-Sitzen“ zwischen den Plätzen nicht möglich ist.
  • Kein Händeschütteln, keine Umarmungen oder sonstige Körperberührungen, keine Flüsterabsprachen, nicht aus der gleichen Flasche trinken, kein Schlägerwechsel mit dem Gegner – und alles das, was wir in diesen schwierigen Corona-Zeiten alle beachten sollten … 




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