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Tennis und Corona: Wie geht es weiter im März? Was wird aus der Tennis-Sommersaison?


tennis und corona corona tennis regelnTennisplatz gesperrt: Das liebt vielerorts derzeit nicht nur am Wetter, sondern vor allem an den sehr unterschiedlichen Corona-Regeln der Bundesländer

 

Dass tennisspezifische Besonderheiten – wie z.B. der Abstand von mehr als 20 Metern der Spieler bei einem Grundlinien-Duell – für Politik und Justiz keine Rolle spielen, gehört zu einer der traurigen Lehren der Corona-Pandemie.

Wie wenig durchdacht die (in vielen Bereichen natürlich absolut notwendigen) Corona-Maßnahmen hinsichtlich des Individualsports Tennis sind, beweist ein aktueller Blick nach Baden-Württemberg:

  • Dort hatte der Badische Tennisverband beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim einen Eilantrag gegen die Schließung der Tennishallen eingereicht. Dieser wurde aber umgehend von der Justiz zurückgewiesen, die vom Badischen TV vorgebrachten tennisspezifischen Argumente wurden vom Gericht bei der Urteilsbegründung völlig ignoriert.

 

Corona-Regelungen für den Tennissport, die beim besten Willen nicht nachvollziehbar sind

 

Und auch wenn Tennis – zumindest unter strikten Auflagen – teilweise wieder erlaubt ist, sind die verbindlichen Regelungen teilweise einfach nur zum Kopfschütteln, wie ein Blick z.B. nach Nordrhein-Westfalen zeigt:

  • Dort sind Sport-Aktivitäten und Tennistraining für Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre in Gruppen bis zu 20 Kids mit zwei Trainern möglich.
  • Obwohl die Temperaturen derzeit nicht dazu einladen und viele Tennis-Vereine auch hier nicht die Sandplätze für die Sommersaison eröffnen konnten, ist vielerorts schon jetzt Outdoor-Tennistraining z.B. Allwetter-Tennisplätzen möglich.
  • Pech nur für die Kids, die in den nächsten Tagen ihren 15. Geburtstag feiern werden: Denn dann dürfen sie nicht mehr an den Gruppentrainings teilnehmen! Schließlich gilt die Erlaubnis nur für Kinder bis einschließlich 14 Jahre.
  • Dass diese Regelung tatsächlich greift, bestätigt uns an eine Anfrage beim Ordnungsamt Düsseldorf: Ja, sobald das Alter von 15 Jahren erreicht ist, darf nicht mehr an Tennis-, Fußball- oder sonstigen Trainings in Gruppen teilgenommen werden. Welchen Sinn diese Regelung macht, konnte uns das Ordnungsamt allerdings auch nicht erklären …


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Tennis und Corona aktuell: So sieht der Tennis-Flickenteppich in Deutschland derzeit aus


Auch wenn sich derzeit nahezu täglich etwas ändern kann und viele Landkreise scheinbar selber nicht genau wissen, wie die dortigen Regelungen überhaupt aussehen: Der Deutsche Tennis-Bund hat für den März zusammengestellt, wer, wie und wo derzeit Tennis spielen darf:

Tennis indoor und outdoor möglich:


Nur in den Bundesländern Mecklenburg-VorpommernNiedersachen, Bremen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen ist Tennis indoor und outdoor möglich. Hierbei gelten folgenden Bedingungen:

  • nur Einzel und Doppel mit Spielern aus maximal zwei Haushalten (in Hessen nur ein Haushalt) sind erlaubt
  • Hygieneregeln sind strikt einzuhalten

In Schleswig-Holstein haben Hallen und Außenplätze seit dem 1. März zwar geöffnet. Allerdings dürfen in einer Halle nur maximal zwei Spieler*innen aktiv sein, unabhängig von der Anzahl an Hallenplätzen.

 

Tennis nur outdoor möglich:


In Hamburg, Berlin, Thüringen, Rheinland-PfalzSchleswig-Holstein, Bayern, NRW und im Saarland müssen die Tennishallen komplett geschlossen bleiben, so dass Tennis ausschließlich im Freien gespielt werden darf. In Rheinland-Pfalz darf auch im Freien nur mit dem eigenen Haushalt gespielt werden.

In Sachsen und Sachsen-Anhalt ist Tennis unter Einschränkungen möglich. Dazu muss aber die Freigabe des Betreibers der genutzten Sportstätte vorliegen. Gegebenenfalls können Landkreise oder Kommunen über eine Allgemeinverfügung aber Regelungen verschärfen. (Quelle: DTB)

 

 

Die nächsten Öffnungsschritte und was das für den Tennissport bedeuten könnte

 

Am 22. März wird die fast schon mystische Runde um die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Bundesländer das weitere Vorgehen bezüglich der Corona-Maßnahmen festlegen. Anschließend werden dann allerdings auch wieder die Bundesländer ihre eigenen und zumeist voneinander sehr unterschiedlichen Regelungen definieren.

 

Coming (mehr oder weniger) soon: Der 4. Öffnungsschritt – frühestens am 22. März


Bei der letzten Kanzlerin-Länderchef-Runde wurde festgelegt, dass bundesweit bei einem Inzidenzwert von unter 50 auch Tennis in Hallen wieder grundlegend erlaubt werden könnte. Liegt der Inzidenzwert zwischen 50 und 100, wäre dies nur mit jeweils tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttests erlaubt.

 

Tennis und Corona: 5. Öffnungsschritt, frühestens am 5. April


Sollte der Inzidenzwert dann bundesweit wirklich unter 50 liegen, sollen im 5. Öffnungsschritt auch wieder Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt sein. Das würde bedeuten, dass – unter gewissen Hygienemaßnahmen – auch die ersten Sandplatz-Tennisturniere in Deutschland im April stattfinden könnten. Auch bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 könnte dann Tennis in Trainings- und Wettkampfform auch ohne Corona Schnell- oder Selbsttests wieder möglich sein. Wie bei allen derzeitigen Entscheidungen der Bundes- und Landespolitik sind aber auch hier noch einige Überraschungen möglich. Richtungsweisend wird wohl auch für den Tennissport der Termin der nächsten Kanzler-Ministerpräsidenten-Beratungen am 22. März sein. 



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