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Tennis in Zeiten der Corona-Krise: Was wird aus den Mannschafts- bzw. Medenspielen der Sommersaison 2020?


Tennis Meden- und Mannschaftsspiele 2020: Bayern plant als erster Verband „Sommerrunde light“

 

In der „großen“ Politik ging und geht die bayrische Landesregierung während der Corona-Krise mit Maßnahmen und Beschlüssen derzeit gerne einen schnellen und beschlussfreudigen Weg. Schneller als die anderen Landesverbände des DTB hat jetzt auch der Bayerische Tennis-Verband die Sommer-Wettspielrunde 2020 zur „Übergangssaison 2020“ erklärt – das soll den ca. 2.000 Tennisclubs und -vereinen zwar eine sinnvolle „Orientierung“ geben, stößt bei Tennisspielern auf ein geteiltes Echo.


 

Tennis Mannschaftsspiele light – Bayern als Vorbild für ganz Deutschland?


Die bayrische Lösung für die Medensaison 2020 sieht dabei eine Art Light-Version der Mannschaftsspiele in den unteren Spielklassen vor und betrifft somit alle Tennismannschaften aller Altersklassen von der Bayernliga abwärts:

  • Das Recht auf den Regelaufstieg und den Regelabstieg werden ausgesetzt.
  • Die aktuelle Ligen- und Gruppeneinteilung der Sommersaison 2020 wird somit als Grundlage für die Mannschaftsmeldung der Sommersaison 2021 genommen. Über etwaige Neueinstufungen von Teams soll dann separat entschieden werden.
  • Auch ohne Auf- und Abstieg werden die „offiziellen Meister“ der Sommersaison in den jeweiligen Spielklassen ausgespielt, auch eine LK- und Ranglistenwertung findet wie gewohnt statt.
  • Bis Mitte Mai kann jeder Verein entscheiden, ob und welche Mannschaften an der Sommerrunde 2020 teilnehmen soll; Abmeldungen haben keine Strafen oder Sanktionen zur Folge.
  • Auch während der Sommersaison 2020 können Vereine noch Mannschaften zurückziehen, ohne dass es Sanktionen oder Konsequenzen geben wird.



Begründet werden diese Maßnahmen vom BTV mit dem natürlich mehr als berechtigten Hinweis auf die behördlichen Vorgaben, wie u.a. Hygiene- und Abstandsregelungen. Dies betrifft insbesondere die Gastronomie, den Sanitärbereich, die Anreise und evtl. auch das Doppel.

Dass die Tennis-Sommerrunde 2020 in Bayern damit eine Art „Freundschaftsspiel-Charakter“ bekommt, stößt nicht bei allen Tennisspielern in Bayern auf große Zustimmung:

„Natürlich ist in dieser Corona-Zeit alles anders und der Schutz der Gesundheit steht an erster Stelle. Aber zumindest hätte man die betroffenen Tennisspielerinnen und Tennisspieler zunächst befragen sollen, da es ja nun einmal deren Freizeit betrifft. Und jetzt ist zu befürchten, dass es durch die Möglichkeiten des späten Zurückziehens von Tennis-Mannschaften in einigen Spielklassen zu einem Chaos kommen dürfte“, Mannschaftsführer einer Herren-Mannschaft in der Bezirksliga.



Auf- und Absteiger in der Sommer-Medenrunde 2020? Hessen fragt die Tennisspieler


Eine lobenswerte Aktion hat deshalb auch der Hessische Tennis-Verband am 23. April gestartet: Der HTV befragt mittels einer Online-Umfrage alle Medenspieler über die jeweiligen Mannschaftsführer, ob bei der Team-Tennis-Runde 2020 wegen der Corona-Krise auf eine Auf- und Abstiegsregelung verzichtet werden soll. Ebenso will der HTW von den Tennisspielern wissen, ob sie überhaupt zu den Tennis-Medenspielen 2020 antreten wollen – die ganze Aktion kostet den HTV sicherlich eine Menge Zeit und Arbeit, ist aber wirklich eine begrüßenswerte „Tenns-Basis demokratische Entscheidungsgrundlage“. Derzeitiger Trend in Hessen: 63 Prozent haben sich demnach für eine Medenrunde OHNE Auf- und Absteiger ausgesprochen!

Ob und in welcher Form die Tennis-Mannschaftsspiele unterhalb der 1. und 2. Tennis-Bundesliga – die bereits abgesagt wurden – in diesem Jahr stattfinden werden (mit oder ohne Auf- und Absteiger? Doppel: ja oder nein?) hängt natürlich von der Entwicklung rund um die Corona-Ausbreitung und von den Entscheidungen der Regierungen in Bund und Ländern ab. Wahrscheinlich wird es wohl auch bei diesem Thema nicht zu einer deutschlandweiten Regelung kommen.


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