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Reform der Leistungsklassen 2018: Das wird sich ändern. Ergebnisse der LK-Umfrage des DTB

LK-Reform 2018: Die Ergebnisse der DTB-Umfrage zur Leistungsklassen-Reform - Das wird sich ändern! 

Wir erinnern uns: Im Spätsommer hatte der Deutsche Tennis Bund alle aktiven Tennisspieler zu der geplanten Leistungsklassen Reform 2018 befragt. Jetzt liegt das Ergebnis vor: Bevor bei der DTB-Mitgliederversammlung in Wiesbaden die Ergebnisse vorgestellt werden, erfahrt Ihr die wichtigsten Erkenntnisse aus der LK-Umfrage und welche Änderungen und Neuerungen beim LK-System voraussichtlich auf uns Tennisspieler zukommen, schon heute schon heute bei  www.your.tennis.de!

 

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der LK-Umfrage

Mehr 37.000 (71 % der Teilnehmer waren männlich, was war mit den Frauen los?) Tennisspieler aus Deutschland haben Ihre Meinung zum bisherigen Leistungsklassen-System und Ihre Wünsche bezüglich der für 2018 geplanten LK-Reform mitgeteilt. So sehen die grundsätzlichen Ansichten zum alten und möglichen neuen LK-System aus – und welche Änderungen für die LK-Reform 2018 zu erwarten sind:

 

Sollen Doppel-Ergebnisse eine stärkere Rolle bei der jeweiligen Leistungsklasse spielen?

Eine große Mehrheit wünscht sich eine stärkere Berücksichtigung von Doppel-Ergebnissen im Leistungsklassen-System. Interessant: Je niedriger die LK ist, desto verbreiteter die Ansicht, dass das derzeitige LK-System in punkto Doppel ideal sei. Reine Mannschafts-/ bzw. Medenspieler halten eine mögliche getrennte Doppel-LK für weniger sinnvoll als Turnierspieler.

 

Spaltet nicht nur die Spieler in zwei Lager: Maluspunkte oder Abzüge bei Niederlagen gegen schlechtere Leistungsklassen?

Auf die Gesamtheit aller Umfrage-Teilnehmer gesehen, lässt sich hier kein eindeutiges Pro oder Contra feststellen. Spieler mit einer besseren, also niedrigeren Leistungsklasse würden mehrheitlich befürworten, dass Niederlagen gegen schwächere Spieler in Zukunft Auswirkungen auf die Leistungsklassen haben. Aber: Weil einige Landesverbände unbedingt eine Neuerung mit zwar einer zwar nicht zu drastischen, aber dennoch definitiven Berücksichtigung von Niederlagen verlangen, dürfte dies bei der LK-Reform wohl auf jeden Fall Eingang finden! Was wohl sicher ist: Der DTB wird dafür sorgen, dass Niederlagen nicht zu „schmerzhaft“ berücksichtigt werden. Wahrscheinlich ist z.B. eine Regelung mit drei oder vier Streichergebnissen. Denn: Natürlich will der DTB keine Turnierspieler abschrecken. Das seit einiger Zeit fällige Teilnehmerentgelt – zahlen die Spieler direkt an die Turnierveranstalter, diese müssen es zu 100 % an den DTB weiterleiten – ist eine wichtige und willkommene Einnahmequelle für den DTB!

 

 

 

Werden auch Matches mit Kurzsätzen oder sonstigen „Innovationen“ in die LK-Berechnung einfließen?

Gegen eine Berücksichtigung von Spielen mit Sätzen bis 4 (wie gerade für Profis eingeführt bei den Next Gen Finals) sprechen sich fast 80 % der Teilnehmer der LK-Umfrage aus. Zum Glück, möchte man fast sagen. Unberührt bleiben hiervon natürlich Regelungen für die Jugend, wie z.B. der Altersklasse U10, bei der jetzt natürlich auch Sätze bis 4 offiziell gewertet werden.

 

Sollen auch clubinterne Spiele, Clubmeisterschaften etc. in die Leistungsklasse eingerechnet werden?

Auch bei diesem Punkt ist man geneigt zu sagen: „Kommt wohl zum Glück nicht“! Die Mehrheit der Befragten ist gegen solch eine Änderung. Gut so, denn alles andere würde auch Mauscheleien Tür und Tor öffnen… Und auch der organisatorische Ablauf wäre schwierig: Viele Vereine haben schon jetzt zu wenig Freiwillige für Vorstandsaufgaben etc. Dann auch noch regelmäßig die Ergebnisse an DTB zu übermitteln, macht die Arbeit als Vorstand nicht unbedingt attraktiver. Und auch für den DTB ist dies nicht wirklich interessant: Den Clubspielern auch für interne Spiele noch Geld abzuknöpfen, wäre auch wohl etwas happig …

 

 

Wie oft sollten die Leistungsklassen im Tennis aktualisiert werden?

Hier zeichnet sich wohl eine (positive) Veränderung ab: Wahrscheinlich ist, dass es nach dem österreichischen System eine aktuelle oder zumindest häufigere Berechnungsfrequenz gibt. Das wünschen sich übrigens vor allem die aktiven Turnierspieler. Wie aktuell, innovativ und wohl auch gerecht das System bei unseren Nachbarn ist, kannst Du übrigens auf your-tennis.de nachlesen: ITN Austria Tennis und LK-System in Deutschland.

Übrigens: Wie von einem österreichischen Verantwortlichen für den dortigen Tennis-Amateurbereich zu erfahren ist, gibt es derzeit von Seiten des DTB viele Fragen zum österreichischen System - Folgt der DTB also dem österreichischen Vorbild?

 

Bundesweit einheitliches LK-System? Für jeden Tennis-Verband ein eigenes LK-System?

Nachvollziehbar, dass die große Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer für ein bundesweit einheitliches System ist. Und es ist auch nicht anzunehmen, dass es hier einen Schritt zurück in Richtung jeweiliger LK-Wertungen für jeden Tennisverband in Deutschland gibt. Es war immerhin schon eine Herkulesaufgabe, die damals verbandseigenen System endlich auf ganz Deutschland zu übertragen …

 

Weitere Infos zur der geplanten Reform des Tennis LK-Systems und was das österreichische Vorbild auszeichnet: LK System Reform

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